Vilsbiburg.
Die Städtepartnerschaft zwischen Vilsbiburg und dem friaulischen Buja in der Provinz Udine feiert heuer ihr 10jähriges Jubiläum. Parallel dazu hat sich auch der Schüleraustausch der Staatlichen Realschule Vilsbiburg mit der Scuola Media „Enrico Ursella“ inzwischen zur festen Tradition entwickelt.
So packte vor Ostern wieder eine Gruppe Vilsbiburger Schüler ihre Koffer für die Reise in den Süden.
„Als wir dann schließlich mit dem Bus an der Schule ankamen, hatte ich gar keine Lust mehr. Doch als ich von der Familie so freundlich aufgenommen wurde, waren all meine Zweifel weg.“
So wie Annette Münch mag es nicht wenigen Schülern der Klasse 8 e ergangen sein. Auf den letzten Metern im Bus waren die Anspannung und die Angst vor dem Unbekannten fast körperlich spürbar gewesen. Doch mit dem von den italienischen Gasteltern gezauberten Begrüßungsbuffet kamen die nervösen Gemüter schnell zur Ruhe. Und auch in den folgenden Tagen konnte sich der italienischen Gastfreundschaft und Herzlichkeit niemand entziehen. Was das Programm und die Verköstigung betraf, setzten die Gastgeber unter der Chef-Organisatorin Christina Zanon alles daran, unseren Aufenthalt in Buja im Jubiläumsjahr zu einem Freundschaftsfest der Superlative werden zu lassen. So stand neben einem musikalischen Empfang in der Schule, einem Besuch im Medaillenmuseum und einem italo-germanischen Sport-Turnier auch eine von den Gasteltern organisierte Fahrt in das Naturschutzgebiet der Lagune von Marano auf dem Programm. Unbestrittener Höhepunkt jedoch war – abgesehen von der großen Abschiedsparty – der Ganztages-Bootsausflug zu den venezianischen Inseln Murano, Burano und Torcello. Unter strahlender Frühlingssonne schaute man einem Glasbläser auf Murano bei seiner kunstvollen Arbeit zu, genoss das malerisch-bunte Flair der Künstlerinsel Burano und entdeckte mit der Basilika von Torcello ein mit üppigen Goldmosaiken geschmücktes Juwel romanischer Architektur.
Ganz nebenbei erfuhren die Schüler in der Gruppe und in den Gastfamilien auch jede Menge über die friaulische Mentalität, Lebensweise und Esskultur und lernten sich gegenseitig besser kennen: „Ich habe mich immer mehr mit den italienischen Schülern unterhalten und zum Schluss sind echte Freundschaften daraus geworden. Die Italiener waren alle so freundlich, ich habe mich richtig wohl gefühlt. Ich will in Kontakt mit den Italienern bleiben.“ So beschreibt Annette ihre weiteren Erfahrungen in Buja und Neil Flanagan fügt hinzu: „Wir sind schon am Planen, dass wir sie in den Sommerferien wieder besuchen.“
So kann der Schüleraustausch weiter gehen – bis zum nächsten Jubiläum.
Bilder und Text: Andrea Kümmeringer
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